Dr. Andrea Weniger leitet die Bildung und Vermittlung an der Hamburger Kunsthalle, Frederike Harms ist wissenschaftliche Volontärin ebendort, Jochen Meister arbeitet an der Neuen Pinakothek in München. Claudia Böhme ist Historikerin und Expertin für kulturelle Angebote für Menschen mit Sehbehinderung. Seien Sie dabei, wenn sich vier Freund:innen der Kunst zusammenfinden und über bedeutende Kunstwerke aus der Neuen Pinakothek in München und aus der Hamburger Kunsthalle austauschen. Diesmal widmen sich diese zwei Frauenfiguren von Edgar Degas (18341917). Sie vergleichen das Gemälde Die Büglerin, um 1869, aus der Neuen Pinakothek mit der Pastellzeichnung Vor dem Spiegel, um 1889, aus der Hamburger Kunsthalle. Vielleicht blicken Sie danach etwas anders auf das Bügeln oder ins eigene Spiegelbild! Denn: In beiden Kunstwerken geht es um Arbeit, einmal um Lohnarbeit und ein anderes Mal um Körper- bzw. Schönheitsarbeit. Damit eröffnen die Bilderunterschiedliche soziale Räume und Zuschreibungen. In Kooperation mit der Neuen Pinakothek in München und der Hamburger Kunsthalle
Als Dichter und Verleger kennt Dr. h.c. Michael Krüger viele israelische Autoren persönlich. Prof. Dr. Jakob Hessing, Autor und Germanist an der Hebräischen Univ. Jerusalem, erforscht die Geschichte der deutsch-jüdischen Literatur. In einem Gespräch tauschen sie ihre Erfahrungen aus. Seit Heinrich Heine und bis in die Gegenwart sind jüdische Autor:innen ein wichtiger Bestandteil der deutschen Literatur. In ihren Werken kommt zum Ausdruck, was man die deutsch-jüdische Symbiose zu nennen pflegte. Aber nicht erst seit Hitler war dieser Begriff sehr problematisch und wird heute kaum noch verwendet. Seit etwa zwei Generationen gibt es auch jüdische Autor:innen aus Israel. Nach der Staatsgründung 1948 dauerte es etwa zwei Jahrzehnte, bis diese Literatur international bekannt wurde. Seit den 80er Jahren sind Namen wie Amos Oz, Zeruya Shalev oder David Grossman auf dem deutschen Buchmarkt sehr präsent.
Dr. Andrea Weniger leitet die Bildung und Vermittlung an der Hamburger Kunsthalle, Jochen Meister arbeitet an der Neuen Pinakothek in München. Beide studierten Kunstgeschichte und verfügen über eine langjährige Erfahrung in der Kunstvermittlung. Claudia Böhme ist Historikerin und Expertin für kulturelle Angebote für Menschen mit Sehbehinderung. Von München nach Hamburg vom Museum zu Ihnen! Seien Sie dabei, wenn sich drei Freundi*nnen der Kunst zusammenfinden und über bedeutende Kunstwerke aus der Neuen Pinakothek München und aus der Hamburger Kunsthalle austauschen. Teil 4 der Reihe KUNST IM OHR. Wer hätte das gedacht!? Just in Hamburg gibt es nicht nur einen Leibl-Weg, nein, sondern auch eines der bekanntesten Gemälde Wilhelm Leibls (1844 – 1900): „Drei Frauen in der Kirche“ (1878/82). Ein Bild, das zugleich mehrere Stadien der Andacht und verschiedene Lebensalter zeigt. Die Neue Pinakothek in München wiederum besitzt „In der Bauernstube“ von 1890. In beiden Bildern geht es um die realistische Darstellung von Menschen aus der ländlichen Region Oberbayerns. Alle Personen tragen (Sonntags-)Tracht. Inwiefern liefern diese Motive Stoff für gesellschaftliche beziehungsweise regionale Normen, Identitäten und Zugehörigkeiten? In Kooperation mit der Neuen Pinakothek München und der Hamburger Kunsthalle.
Live aus der Alten Pinakothek in München gestreamt. Mirjam Neumeister ist Sammlungsdirektorin der Alten Pinakothek und Sammlungsleiterin für Flämische Barockmalerei an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München. Durch die Loslösung von Spanien und die Gründung der Republik der Vereinigten Niederlande 1581 begann eine tiefgreifende künstlerische Neuentwicklung, die zur Ausbildung eines eigenen Malstils führte, der heute im deutschen Sprachraum als holländisch bezeichnet wird. Dabei blieben die Themen der niederländischen Malerei bestehen, erhielten jedoch regionaltypische Züge; viele Sujets spiegelten den bürgerlich geprägten Alltag. Die Bilder gaben damit ein Angebot zur Identifikation, in dem das Streben nach politischer Unabhängigkeit Ausdruck fand. Für die flämische Malerei (in den weiterhin span. Gebieten) blieben die traditionellen Auftraggeber - Adel und Kirche - bestimmend. Das belegt beispielhaft das Werk von Peter Paul Rubens, der aber auch in den nördlichen Niederlanden viele Bewunderer fand - darunter Rembrandt, der in seinen Werken den künstlerischen Wettstreit suchte und dabei eigene Impulse setzte. In der Führung werden die Unterschiede, aber auch die Parallelen der künstlerischen Auffassungen vorgestellt.