Denkt man an Mädchen zu Beginn des 20. Jh., entstehen oft Bilder von Gehorsam, Bescheidenheit und festen gesellschaftlichen Rollen. Doch ein Blick in die Kinder- und Jugendliteratur dieser Zeit überrascht: Hier begegnen uns Mädchen, die neugierig sind, Verantwortung übernehmen, ihren eigenen Kopf haben und von einem selbstbestimmten Leben träumen. Nesthäkchen, Pünktchen oder Pony Hütchen – viele dieser Mädchenfiguren haben Generationen von Leserinnen und Lesern begleitet. Andere, wie Emily aus Emily of New Moon, sind heute weniger bekannt, begeistern aber mit ihrer Fantasie, ihrem Mut und ihrem Wunsch, den eigenen Weg zu gehen. Anhand ausgewählter Textauszüge entdecken wir bekannte und wiederzuentdeckende Heldinnen neu und fragen: Welche Vorstellungen von Mädchen prägten ihre Zeit? Worin lag ihre Stärke? Und warum sprechen uns diese Figuren bis heute an? Eine literarische Zeitreise für alle, die Kinder- und Jugendliteratur lieben oder (neu) entdecken möchten.
Während viele andere seiner Generation ihr künstlerisches Erweckungserlebnis im Rock’n’Roll hatten, war für Leonard Cohen der spanische Dichter Federico García Lorca wegweisend. Dessen Gedichte führten Cohen an die Lyrik heran, machten ihn selbst zum Dichter. Beide sahen sich in der literarischen Tradition der Schwarzen Romantik und zelebrierten Leben und Tod, Schönheit und Vergänglichkeit. «Gedichte müssen rezitiert werden, in einem Buch sind sie tot», befand Lorca, der selbst eine große Nähe zur spanischen Volksmusik, zum Flamenco und zum Jazz hatte. Thomas Kraft erzählt unterhaltsam aus beider Dichter Leben und vor allem davon was den Kanadier Leonard Cohen mit dem Andalusier Federico García Lorca verband. Flamencogitarrist und Sänger Ricardo Volkert begleitet die Lesung mit eindrucksvollen Vertonungen aus Garcia Lorcas „Zigeuner Romanzen“, andalusischen Volksliedern und Songs von Leonard Cohen.