In der europäischen Kunstgeschichte galt lange Zeit die männliche Sicht der Dinge als tonangebend und meinungsbildend. Die Arbeiten von Künstlerinnen spielten bis Ende des 19. Jh. eine Nebenrolle. Noch um die Wende vom 19. zum 20. Jh. war in Deutschland ein weiblicher Lebensentwurf im Bereich der bildenden Künste nur schwer realisierbar, denn der Zugang zu professioneller Ausbildung war nicht möglich. Andererseits: "Als Begleiterin eines Künstlers muss man eine starke Frau sein". Das Zitat lässt uns Künstlerbeziehungen näher betrachten. Hier zeigt sich das wechselnde allgemeine Selbstverständnis des Künstlertums in seiner historischen Entwicklung und Wandlung. Verschiedene Künstlerinnen von Lavinia Fontana, Angelika Kauffmann, Gabriele Münter bis zu Cindy Sherman werden vorgestellt.
Die Uffizien zählen heute zu einem der größten Kunstmuseen der Welt und waren schon Ziel der Bildungsreisen im 18. Jh. Florenz hat diese Einrichtung Giorgio Vasari zu verdanken, der nicht nur als erster Kunsthistoriker die „Viten“ über alle wichtigen Künstler der Renaissance schrieb, sondern Organisator der Kunstsammlungen der Medici war. Für diese Sammlung entwarf Vasari die Uffizien. Heute präsentiert sich dort der Bilder- und Skulpturenschmuck der ehemaligen Medici-Villen sowie der Einblick in die Interessen und Repräsentationsformen dieser einflussreichen Familie. Mittels der Kunst erschließen sich die wichtigen Botschaften über Machtziele, Politik und Philosophie unter der Herrschaft der Medici.
Was wäre, wenn man einfach losfährt, ohne Training, ohne Plan, ohne zu wissen, ob man es schafft? Die Iranerin Pegah Tavakkolkhah lebt seit 15 Jahren in Deutschland. Als sie ankam, konnte sie kein Fahrrad fahren. Trotzdem brach sie vor sechs Jahren zu ihrer ersten Soloradreise auf, spontan, unvorbereitet und ohne besondere Ausrüstung. Seitdem hat sie 9 Länder solo durchradelt, den GR92 in Spanien und den Fisherman’s Trail in Portugal gewandert. Im Reisevotrag geht es um die philosophische Seite des Aufbrechens: Was hält uns wirklich zurück? Wie verändert sich die eigene Lebensperspektive, wenn man lernt, jeden Moment anzunehmen und was bedeutet es, wirklich frei zu sein?
Das Tier hat vielfältige Bedeutungen in der Kunst eingenommen, als Beiwerk, das Luxus verkörpert, als Symbol religiöser und mythischer Aspekte bis hin zum porträtierten Individuum. Die Animalier des 19. Jahrhunderts waren gefeierte Auftragsmaler, die die Luxustiere des Adels - meist Hunde und Pferde - porträtierten. Diese Künstler erzielen auf der Dog Sale des Auktionshaus Bonham in New York jährlich immer höhere Preise. Auch heute kommt es wieder vermehrt in Mode sein Haustier in Öl bannen zu lassen, was sich am wachsenden Markt der Auftragsmaler zeigt. Aber auch Kunstvereine und Museen haben das Tier in der Kunst als Publikumsmagnet verstanden. Sei es in der Fotografie oder als Animal Art, letztendlich einfach „tierisch“ (Haus der Kunst).
Von Arnika über Sonnentau bis Türkenbund: Der Bayrische (Vor-)Alpenraum bietet viel mehr als Enzian und Edelweiß. Die letzte Eiszeit und jahrhundertelange Kulturgeschichte hinterließen ein vielfältiges Landschaftsbild mit verschiedenen Biotopen und jedes hat botanische Spezialisten. Margit Hiller nimmt Sie in Bildern und Geschichten mit auf Tour - von der Schneeschmelze im Frühling bis zum Herbst.